Our Wild Journey Tagebuch


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NAMIBIA


NAMIBIA



Freitag 11. Juni - Sonntag 20. Juni 2010

...gleiches auf der namibischen Seite, Einreise kein Problem und nach einer halben Stunde waren wir auf der Piste in Richtung Windhoek. Die road toll kostet dieses Jahr 200 statt 150 ND - also auch hier wird alles teurer! Kurz vor Gobabis trafen wir einen Briten mit Fahrrad, dem wir etwas Wasser und Orangen gaben und uns eine Weile unterhielten. In Gobabis nur kurz einkaufen, dann weiter nach Windhoek. Wir wollten dieses Jahr eher den Norden und Etosha mehr besuchen, deshalb hielten wir den Rest kurz. Wir fanden unser wildes camp ca. 25km ausserhalb Windhoeks wieder und genossen den naechtlichen Ausblick ueber die vor uns ausgebreitete Stadt. Am Sonnabend morgen dann -leier leier- die Batterie war leer. Mist! Andrea bewachte also das Auto (und makrofotografierte Gottesanbeterinnen) waehrend Rene zur Hauptstrasse wanderte, um ein Auto anzuhalten. Leider brauchten wir aber auch noch einen 4x4 mit starker Batterie und Bodenfreiheit, um zu uns zu gelangen. Nach ein paar Fehlversuchen kam eine Gruppe Radfahrer, die sich wunderten, was ein Weisser am Strassenrand macht. Wir unterhielten uns und Mike, einer von ihnen rief seine Frau an, um mit seinem Hilux zu kommen. Was fuer ein Glueck! Vielen Dank!
Spaeter als geplant kamen wir in die Stadt und konnten nur die Haelfte unserer Sachen erledigen. Die Nacht verbrachten wir diesmal in der Stadt, im Backpackers Unite fuer 50 ND pro Nacht. Dort grillten wir abends mit Hermann, dem Besitzer und Brian, einem Klavierstimmer - sehr netter und verrueckter Typ! Gegen Mitternacht dann krochen wir klappernd in unser Dachzelt, es war kalt in den Bergen!

Letzten Endes blieben wir bis Montag in Windhoek, hatten Zeit, unsere Webseite zu aktualisieren und hochzuladen, sowie andere Einkaeufe zu erledigen und Autosachen zu kaufen. Wir waren auch in das Chameleon Backpackers umgezogen, was nur unerheblich teurer war, dafuer aber besser ausgestattet und inklusive Fruehstuecksbuffet (Joghurt, Muesli, Toast, Marmeladen...) war. Dort trafen wir auch Giuliana wieder, die 67-jaehrige Italienerin mit ihrem Landcruiser, die wir in Botswana getroffen hatten. Das backpackers ist eigentlich ganz gut, bis auf die campsites, die winzig sind und wenn mehrere Autos mit Dachzelt auf dem Parkplatz stehen, kann man dem Nachbarn durch's Fenster hallo sagen!

Am Montag dann ging es endlich in Richtung Namib Naukluft. Die Radfahrer vom Wochenende hatten uns die C26 empfohlen und da wir im letzten Jahr von Swakop aus die C28 direkt nach Windhoek genommen hatten, folgten wir dem Ratschlag. Schoene huegelige Landschaft - wir konnten gute Aufnahmen machen. Abends dann erreichten wir nach einem Tankstopp in Solitaire (da wo die alten Autowracks in der Wueste herumliegen) den Namib Naukluft Park. Wir fuhren eine 4x4 Strecke entlang der Parkgrenze und campten dann schliesslich unter einer Akazie in der Pampa. Nachts wurde es richtig windig - wir hatten eine schaukelige Nacht im Zelt. Fruehs dann liess der Wind nicht nach - eher im Gegenteil. In Sesriem sagten uns die Ranger dann, dass ein kleiner Sandsturm im Anmarsch sei, wir aber unser Geld nicht zurueckbekommen, falls wir nichts sehen sollten. :o) Wir passierten noch 2 Geschwindigkeitskontrollen (komisch, in diesen Teilen der Welt) und waren auch schon auf dem Weg nach Sossusvlei. Der Wind blies heftigst und der aufgewirbelte Sand tauchte die Duenen und toten Baeume in ein mystisches, unwirkliches "Ende-der-Welt" Licht. Wie letztes Jahr schon beschrieben sind die letzten 5 km nur Sandpiste, also nur 4x4. Dieses Jahr wollten wir endlich in's Deadvlei, dem typischen Sossusvlei-Klischee mit vielen toten Baeumen, umrahmt von orangenen Duenen. Es waren nicht so viele Touristen unterwegs und wir verbrachten mehr als eine Stunde dort - diese Kombination aus orangenen Duenen, weisser Pfanne und totem Holz waren inspirierend! Zurueck am Auto assen wir schnell etwas (und knirschten den Sand zwischen unseren Zaehnen), dann verliessen wir den Park wieder und fuhren ueber die C14 in Richtung Walfisch Bucht.





Montag, 21. Juni - Sonntag, 27. Juni 2010

Wir beeilten uns irgendwo hinzukommen, wo mal keine Zaune waren, um zu campen - in Namibia und SA manchmal ein Problem, da riesige Landflaechen umzaeunt sind (Farmen etc). Wir erreichten einen anderen Teil des Namib Naukluft Parkes, allerdings gab es hier nichts ausser riesigen Grasebenen und entfernten Bergen - dazwischen kaum Baeume. Nunja, wir mussten wohl auf einer solchen Ebene kampieren und der Wind pfiff ohne Ende. Wieder war die Nacht sehr schaukelig und manchmal hatten wir Angst, dass es uns das Zelt wegwehen wuerde. Alles blieb jedoch heil und fruehs nach einem schnellen Kaffee fuhren wir nach Walfisch Bucht. Viel hatte sich hier in dem Jahr nicht veraendert - nur gab es mehr Baustellen fuer entweder Luxusvillen oder Strandresorts. In einem kleinen Angelladen kauften wir Muscheln und nachdem wir Walfisch's Flamingokolonien und den lokalen Fleischer besucht hatten, fuhren wir zum Laangstrand zwischen Walfisch und Swakopmund. Hier war es nicht ganz so windig, aber Rene war die ganze Bastelei mit Koeder und Angeln zu laestig und stattdessen gingen wir Muscheln sammeln. Hatten dann 2 Einkaufsbeutel voll und ritten in Swakop ein. Hier liessen wir unsere Autobatterien aufladen, kauften biltong und Oryxfleisch und Rene stattete Steffen einen Besuch auf Arbeit ab, hoffend, dass sich so einiges zum Guten wenden wuerde. :o)

Brian, der Klavierstimmer hatte uns von einem Camp inmitten Swakops erzaehlt, was wohl nur 20 ND p.P. kosten solle - wir fanden es auch, nennt sich Youth Hostel, ist in der Anton Lubowski Strasse,
S 22°40'55.4" E014°31'29.8" und hat eher Zimmer, aber auch einen grossen Platz - da campt man. Gehoert zur Stadt und das sieht man - es bedarf dringender Renovierung. Aber na gut, die Dusche war heiss und man war sicher. Hier campten wir neben einer assozialen weissen Familie - ein Wodkatrinkender Mann, der nachts Langusten wilderte, mit einer staendig rauchenden Frau mit 3 Kindern, 2 davon geistig behindert. In einem Zelt wohnend, was einen Tag spaeter vom Winde zerrissen wurde, sodass sie auf dem Boden schlafen mussten. Und und und. Wir liessen uns von dem Betrunkenen etwas zuschwatzen, dann kochten wir 2 Beutel Muscheln und hoerten auf einmal eine bekannte Stimme - Brian der Pianoman! Cool. Er hatte hier in Swakop Klaviere zu stimmen und war auch im Camp. Und wieder laberten wir bis Mitternacht!
Die Einheimischen hier warteten sehnlichst auf den Ostwind, der heisse Luft aus der Wueste bringen sollte. Verstehe nur nicht, warum "sehnlichst" - er gleicht einem Sandsturm und taucht die komplette Stadt in einen Dunst aus Sand, weit kann man nicht mehr sehen und er kriecht in jede Ritze. Selbst im Supermarkt findet man eine feine Sandschicht auf den Waren. Aber er ist warm und das war angenehm, obwohl das der kleinste Teil war. Wir kaempften unseren Weg in die Waescherei und konnten endlich unsere "Buschsachen" waschen. Gegen Mittag dann wurde der Ostwind von einer Meeresbrise ersetzt. Kein Sand mehr, sondern endlich Sonne. Wir fuhren zum Strand und sonnten uns, nachdem wir den x-ten Bettler abgewimmelt hatten, der uns nach Wasser und Geld fragte. :o) Abends dann kehrten wir wieder in's Camp ein. Rene ging mit Steffen Bier trinken und "schwatzen", Andrea genoss die "Rene-lose" Ruhe des Abends.
Am Morgen dann war es fast windstill, wir machten einen Obstsalat und waren auch schon auf dem Weg entlang der Skelettkueste. In Henties Bay noch schnell Internet, aber als wir an den Toren zum Skelettkuesten Park ankamen, war es zu spaet, um noch durchzukommen. Wir fragten, ob wir vor dem Tor campen koennten, aber der Raanger bestand darauf, uns einen windstillen Platz zwischen den dortigen Haeuschen (ein Wildhueterposten am Rande der Zivilisation) zu geben. Nicht schlecht und bis 10 Uhr sogar mit Strom! Wow! Zum Abendbrot gab es Muscheln in Sojasauce und Knoblauch. Lecker!

Dieses Jahr schien uns das Wetter an der Kueste wohlgesonnen, kaum Wind, Sonne (na gut, die ist hier fast immer!) und es war warm. Wir hatten genuegend Diesel und Wasser. Die Schiffbruechigen, die Jahre zuvor diese Kueste erreicht hatten, teilten unsere Meinung bestimmt nicht. Tausende Kilometer ein 40km breiter Streifen aus Sand, Gestein und Mondlandschaft - nichts aufbauendes, wenn man unbedingt Wasser und Nahrung braucht. Vom Regen in die Traufe sozusagen, inklusive aller Hyaenen, Loewen und Schakale! Selbst die Campingplaetze, die hier im Sommer bestimmt krachend voll sind, wirken um die Zeit trostlos, wie Ueberreste einer Geisterstadt, dem Wetter trotzend und von Kormoranen zugekackt! :o)
Durch das Springbokwasser-Tor verliessen wir den Park wieder und die Landschaft aenderte sich - orangefarbene Huegelketten, gelb-goldiges Gras und etwas mehr zu sehen als die Einoede der Skelettkueste. In Palmwag kamen wir an unseren ersten Veterinaer-Checkpoint und "traten ein" in das Reich der Herero und Himba - in's Kaokoland.
Von Palmwag aus fuehrt eine Schotterpiste nach Sesfontein, einem Ort, der uns besonders gut gefaellt (also nicht die paar Huetten, Wellblechbaracken und 10 Touristinfos mit Himba guides), sondern eher die umliegende Landschaft - relativ sanfte Berge, goldgelbe Grasebenen gespickt mit Akazien und haufenweise trockenen Flussbetten. Das Paradies fuer 4x4 hiess uns Willkommen! Wir wollten auch einen loop aus dem letzten Jahr fortsetzen, mussten aber wegen eines doch nicht so trockenen Flussbettes (der Huanib) umkehren, waren leider allein und wenn man hier feststecken bleibt, heisst es entweder viel Arbeit, wilde Tiere oder auf Hilfe warten. Wir hatten uns an der Stelle letztes Jahr schon festgefahren und hatten wie die Schweine ausgesehen,, deshalb liessen wir das dieses Jahr.

Wir hatten im GPS (Tracks 4 Africa) eine Strasse gefunden (D3705), die angeblich fast parallel zur Hauptstrasse durch den Busch nach Opuwo fuehrt. Es war Rene's Idee, doch diese zu nehmen. Zu Anfang war es ok, ueber die kleine Stein und Schotter- manchmal Sandpiste in Richtung Opuwi, dem Himbazentrum, zu fahren. Auch, als wir 3 ausgespuelte Bachlaeufe durchfahren mussten und unser Auto durch Buschwerk zwaengten, sank unsere Stimung nicht. Wir kamen durch eine kleine Siedlung und sogar an einer Schule vorbei (itten im Busch!!! Sponsored by EU???). Nach ca. 45 km kamen wir zu Robbie's Pass - der track sollte uns auf die andere Seite der Bergkette fuehren. Der track im GPS existierte in Wirklichkeit nicht, sondern war ein Flussbett - steiniger ging es nicht. Armes Auto. Wir ruettelten und schuettelten uns im Schneckentempo ueber die -odinseidank- runden Steine und Felsbrocken. bergab! Ploetzlich kam aus dem Busch ein local auf einem Esel dahergeritten und staunte nicht schlecht, die 2 Weissen mit ihrer Blechbuechse hier mitten im Nirgendwo zu treffen. Er genoss es, unseren Bemuehungen, unsere Hummel irgendwie auf die andere Seite des Passes zu bringen, zuzusehen und folgte uns. Er sprach kein Englisch und konnte oder wollte unsere Zeichensprache nicht verstehen...wir wollten doch bloss herausfinden, wie lang dieser Bergpass war, bevor die Strasse besser werden wuerde!
Als wir das gleiche, steinige Flussbett zum x-ten Male muehsam durchquert hatten und die Sonne tief stand, parkten wir das Auto und entschieden uns, vorauszulaufen, um die Route zu sehen. Was wir sahen, entmutigte uns doch etwas - nichts als grosse Steine, enge Passagen und ueberwucherter track. Wir liefen zurueck, machten ein Feuer und campten an Ort und Stelle, um Kraft fuer den naechsten Tag zu schoepfen.




Montag 21. Juni - Sonntag 27. Juni 2010

...die ganze Nacht ueber pfiff ein starker Wind durch die Schlucht und als wir aus dem Zelt krochen, mussten wir feststellen, dass keine Heinzelmaennchen ueber Nacht die Strasse geraeumt hatten. Der track war ein Alptraum - Andrea war staendig draussen und navigierte, wir beide bauten Bruecken und Rapen, pflasterten Weg, hackten Aeste und Zweige ab und quetschten das arme Auto durch unmoegliche Torturen. Ein Wunder, dass all unsere Reifen ganzgeblieben waren! Fuer 1,5 km brauchten wir unglaubliche 4 Stunden!!! Krass! Dann wurden wir von einem grossen Felsen in der Mitte des Flussbettes gestoppt. Also wieder raus und vorauslaufen, um die Strecke abzuschaetzen. Wieder Entmutigung! Das ganze wurde noch enger, und steinig fuer die naechsten 2 km! Dann ein 40 Grad Anstieg mit losen Felsbrocken. Da sassen wir nun und ueberlegten - machen wir's oder nicht? Nunja, dem Auto zuliebe eher nicht, ausserdem kein Satphone dabei und wirklich mitten in der Einoede. Und ob es nach dem Anstieg nicht wieder runter in's Flussbett ging, war die andere Frage. Enttaeuscht kehrten wir um, manoeuvrierten unsere Hummel wieder aus der ganzen Sache raus und fuhren nach Sesfontein zurueck - voellig kaputt vom Steineruecken. Wir hatten einen Skorpion unter einem Stein gefunden, der fuhr mit uns mit, wir nannten ihn Robbie, so wie der grausame Pass oder der noch grausamere Robert Mugabe. Komische Aehnlichkeit, das! :o)))









Montag 28. Juni - Freitag 4. Juli 2010

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Montag 5. Juli - Sonntag 11. Juli 2010

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KM Total/Diesel Total 4642 km / 661 Liter
Reisetage 29 Tage
Dieselpreis pro Liter 7,60 ND = 1,027 USD
Unterkunft Bushcamp moeglich
Wechselkurs 1 USD = 7,40 ND
Einreisegebuehren 94,- USD (visa fuer CZ,
Strassensteuer )
Reparaturen Reifen, Batterie und
Lichtmaschinenreparatur

(c) by Andrea Kaucka and Rene Bauer. All rights reserved 2007-2010

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