Our Wild Journey Tagebuch


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MOZAMBIQUE



Mozambique


Freitag, 6. August - Sonntag, 8. August 2010

Die Grenze war ok, das Visum kostete nur 9 USD und ging recht schnell, wir mussten nur auf den Aufkleber ca. 30 min warten, weil der Grenzer keine Lust zum Arbeiten hatte. Versicherung kostete 525 MT, man sollte lieber in MT bezahlen, in USD ist es teurer. Keiner wollte Schmiergeld, keiner checkte unser Auto so richtig. Und dann waren wir auch schon drin in einem fuer uns neuen Land im suedlichen Afrika, ein Land voller Kokosnusspalmen, tropischer Landschaft, weissen Straenden und Landminen. Wildtiere gibt es hier auch nicht ehr so viel, entweder im Buergerkrieg gegessen oder in die Luft gejagt. Affen gibt es hier auch kaum, man sieht sie eventuell gegrillt und aufgespiesst am Strassenrand zum Verkauf (eher im Norden), neben Tomaten, Mangos und Cashewnuessen.
Mosambik ist entlang der Strassen recht dicht besiedelt, woandershin faehrt man eh recht selten wegen der Minengefahr. Traditionelle Staemme gibt es auch weniger, die meisten tragen westliche Kleidung, die sie auf dem Markt kaufen, sobald eine neue Spendenlieferung vom Roten Kreuz kommt, die dann jemand verkauft. Am Spaetnachmittag kamen wir dann nach Chimoio, der ersten groesseren Stadt nach der Grenze auf halbem Wege nach Beira. Wir wollten noch Geld tauschen, aber die Banken waren alle zu und mit den geldtauschenden Strassenkids ist kein gutes Geschaeft zu machen. Also uebernachteten wir hier - im Milford Park, die angeblich camping anboten fuer 6USD p.p. Es handelte sich jedoch mehr um einen heruntergekommenen Parkplatz mit ekligen Toiletten und Dusche. Wir beschwerten uns am naechsten Morgen, aber es ist, wie so oft, zwecklos. Nunja, wir liessen das und versuchten stattdessen, in Chimoio Geld zu tauschen. Wie schon gesagt, ist es ein schwieriges Unterfangen, denn die ganzen Strassenkids versuchen natuerlich, einen ueber's Ohr zu hauen. Wir hatten leider kein Glueck, die Kids allerdings auch nicht, die bekamen eine Ladung Pfefferspray, als sie versuchten, unser Geld zu klauen. Naja, letzten Endes hoben wir Geld am Automaten ab und verliessen Chimoio in Richtung Vilankulos. In Inhassoro hielten wir kurz an, kauften Brot und fuhren dann auch schon wieder, es gefiel uns nicht so.
Vilankulos ist nicht so schlecht, halt eine typische schwarzafrikanische Stadt mit einem Markt, unzaehligen kleinen Strohhuettenlaeden und dem ueblichen Muellchaos wie ueberall. Und wenn der Strand nicht ganz so dreckig waere, waere es echt ein schoener Fleck. Die Aussicht ueber den Bazaruto Archipel ist faszinierend, speziell wenn Ebbe ist und der weisse Sand zwischen dem blauen Wasser schimmert. Wir campten im Baobab Beach, einem einst schoenen backpackers, jetzt etwas heruntergekommen.




Montag, 9. August - Sonntag, 15. August 2010

Eigentlich wollten wir in Vilankulos tauchen gehen, aber es ist recht teuer, da man weit mit dem Boot rausfahren muss. Oder vielleicht schien es uns auch nur teuer, nach dem unser Budget nach 4 Monaten doch schon etwas "ausgeduennt" war. Stattdessen machten wir einen snorkellling trip zu einer der Inseln - Maruque. Das Schnorcheln war nichts supertolles, aber es war schoen, auf dieser Insel etwas u entspannen - weisser, sauberer Sandstrand, Kokosnusspalmen und ein Super Mittag gekocht von der Crew unserer Dhow. Kalamari, Krabben, Peri Peri Reis und Fruechte. Lecker! Auf dem Rueckweg zum Festland spannten sie das Segel auf - es war zwar nicht sehr vertrauenserweckend, aber wir ueberlebten es. :o)
Am naechsten Tag fing der Wind an und es war bedeckt. Die naechsten 2 Tage genauso und sogar ein bisschen Regen. Im backpackers waren einige Leute,, manche auf dem Trip durch Afrika, andere nur hier, um den Strand zu geniessen und nebenbei ein bisschen schwarz zu arbeiten. Hier trafen wir auf Angus, einen irischen Overlander. Da das Wetter wohl noch schlechter werden sollte, machten wir uns auf den Weg nach Tofo.

Die Strasse war oft schlecht und wer weiss, ob die chinesischen Strassenbauer das aendern wuerden, bei genaueremm Hinsehen schien es nicht so - 2cm Asphalt auf schlecht praepariertem Untergrund. Die Strasse fuehrte entlang roter Erde, typischer tropischer Landschaft und kleinen Doerfchen. Am Strassenrand kann man Holzkohle, Fruecht, Nuesse, Gemuese, Peri Peri und Huehner kaufen. Gegen abend kamen wir nach Maxixe, auf dem Festland gleich gegenueber Tofo und Inhambane. Da wir es dorthiin nicht mehr schaffen wuerden, campten wir in Maxixe - fuer 100 MT p.P. inklusive Strom und warmer Dusche. Wow! Die ganze Nacht war ein furchtbarer Wind, der an unserem Zelt riss.
In Inhambane besuchten wir den Markt, probierten Kokosnussbroetchen, Fischsamosas und Falafel. Leider war gerade kein frischer Fisch da, wegen dem schlechten Wetter. Dann fuhren wir die letzzten 20 km nach Tofo - kleine Teerstrasse mit kleinen Huettten an der Seite, alles sehr laendlich und urtuemlich. In Strandnaehe fangen dann die kleinen resorts und backpackers sowie Restaurants an, ber auch hier im typischen halbverkommenen Mozambique-Stil. Tofo ist bekannt wegen seiner Korallenriffs und deren Besucher - den Mantas. Es gibt hier unzaehlige kleine Fische, die in "cleaning stations" leben und die die grossen Fische putzen. Tofo ist voller Leben - Haie, Walhaie, Buckelwale, Delfine und Mantas. Wir gingen in eines der Tauchcenter und fragten nach Preisen, dort erfuhren wir, dass das Wetter besser werden sollte, also buchten wir unseren ersten Tauchgang. Am Freitag Morgen fuhren wir raus, aber nicht zu weit, da die See noch etwas rough war. Wir tauchten am "Salon" Riff, dort gab es ungefaehr das gleiche Zeugs wie in Sodwana Bay - Moraenen, Schildkroeten und unzaehlige bunte Fische. Im Turtle Cove, dem billigsten und auch etwas heruntergekommenen Camp, trafen wir Angus wieder, der auch hier unten war. Abends gingen wir in den "Complex", wo eine Party war, inklusive Spanferkel. Lecker! Leider mussten wir Mitternacht in Richtung Camp, denn die Unterwasserwelt wartete auf uns und es wuerde frueh rausgehen.
Am Samstag war der Ozean ruhig und die Sonne schien - ein herrlicher Tag. In Tofo gibt es nur 4 strandnahe Riffs, wenn man zu den anderen will, geht es teilweise bis zu 40 min mit dem Boot raus. Wir fuhren zu Oasis und Amazon, weit drussen und deshalb double-tank, d.h. ein Tauchgang, dann 1 Stunde Pause im Boot und dann der 2. Tauchgang. An diesen 2 Tauchplaetzen gibt es angeblich viele grosse Fische, Schwaerme von Barracudas und Tunfisch sowie Leopardenhaie etc. Also 3-2-1-los und wir rollten rueckwaerts in's Wasser. Tuchtiefe war ca. 30m, abe3r wir blieben bei 26-28, um ein bisschen mehr Zeit heraususchinden - 24min ist ein kurzer Tauchgang und nicht viel Zeit. Wir machten einen "Stroemungstauchgang" und als wir uns auf halber Strecke am Felsen festhielten, um Kraft zu sammeln, trafen wir auf einen 2,50m langen Leopardenhai. Niedlich! Es sind ja auch Planktonfresser, also kein Problem. Dann mussten wir auch schon wieder auftauchen...
Und dann sassen wir 1 1/2 Std auf dem Boot herum - was Andrea nicht ganz so gut bekam. Unser 2. Tauchgang brachte uns auf 25m Tiefe auf ein herrliches Riff mit einigen "Cleaning Stations" fuer grosse Fische. Leider keine Mantas, aber auf einmal ein 3m breiter Schatten - ein "Smalleye Stingray" - der groesste aller Stachelrochen und sehr, sehr selten (bisher nur in Tofo gesichtet). Wir waren begeistert, was fuer ein schoenes Tier! Die Kamera hatte zu tun. Und beim Weiterschwimmen sahen wir auf einmal einen zweiten! Wow, unser Glueckstag!
Und jeder Taucher wuerde sich wuenschen, mit Walen zu tauchen, die jedoch hauen vor den Luftblasen ab, aber man hoert sie unterwasser singen, ein faszinierendes Erlebnis! Andrea hatte sogar noch mehr Glueck - waehrend Rene mit fotografieren beschaeftigt war, schaute sie nach oben und traute ihren Augen nicht - ein Buckelwall schwamm ueber sie hinweg, in nur 20m Entfernung! Mit grossen Augen bedeutete sie mir in 25m Tiefe, was sie gesehen hatte. Dann mussten wir auch schon wieder auftauchen. Am Sonntag tauchten wir in Galleria und Manta Reef, aber sahen nichts weiter weltbewegendes.




Montag, 16. August - Freitag, 20. August 2010

Am Montag tauchten wir nochmal Amazon und Oasis, das Wetter war noch besser und die See wirklich spiegelglatt. Leider, vor dem 2. Tauchgang, wusch Rene seine Brille aus und eine Welle spuelte sie ihm von der Hand. Damn! Beim Sicherheitsstopp in 5m kam auf einmal ein Hai aus der Tiefe, schwamm halbweg auf die Taucher zu und verschwand dann wieder. Der Form nach hatte es sich um einen "Bullshark" gehandelt - recht aggressive Tiere! Glueck gehabt.
Wir bucten noch mehr Tauchgaenge, konnten uns einfach nicht losreissen! Auf dem Weg zurueck zum Manta Riff sahen wir einen Walhai im Wasser - Brille auf, Schnorchel an und in's Wasser! Herrliche Tiere - riesig und so ruhig. Unser erster Tauchgang ging zu Kingfisher runter, wir waren bei 35m und konnten kaum 5m weit sehen - kein zu schoener Tauchgang mit starker Stroemung. Das Mantariff war besser, aber leider ohne Mantas. Eigentlich wollten wir uns ja noch etwas anderes in Mozambique anschauen und mussten auch langsam nach Suedafrika zurueck, aber wir konnten uns vom Wasser nicht losreissen. Also entschieden wir uns fuer einen weiteren und letzten Tauchgang. Irgendetwas zog uns hin. Und wir hatten Glueck - in Galleria, kurz bevor wir wieder hoch mussten, kreuzte ein Manta unseren Weg, ca. 3m gross und wunderschoen! Wir schossen Photos und sahen nicht, dass unser guide ungeduldig wurde, weil wir zu lange unten waren. Das ist das Problem am Tauchen. Luft ist das eine, aber wenn man tief taucht, nimmt der Koerper zuviel Stickstoff auf, was zum einen eine Art High-Zustand ausloest, zum anderen gefaehrlich sein kann, wenn man dann zu schnell wieder hochkommt und der Stickstoff in Muskelgeweben und Gelenken Blasen bildet. Naja, wir waren zu lange geblieben, Andrea's Luft ging aus und sie musste beim Guide mitatmen und wir mussten deshalb 6 Minuten Sicherheitsstopp auf 5m machen, bevor wir auftauchen konnten. Wir grinsten trotzdem, denn wir hatten einen Manta gesehen! Was fuer ein Abschcied vom Strand!
Wir kauften dann noch Brot und Fisch. Am naechsten Morgen brachen wir in Richtung Maputo auf, schauten uns noch nicht einmal Xai Xai und Zavoraa an, sondern schossen geradezu runter. :o( Leider. In Maputo gingen wir zuerst zum Fischmarkt, waren dann aber beschaeftigt, eine Unterkunft zu finden, als Wahl blieb uns nur das ueberteuerte Fatima's mit engem Raum fuer Autos, nicht zu freundlichem Personal und einer unsauberen Kueche. Am Morgen fuhren wir erneut zum Fischmarkt, und handelten dort wie wild, kamen mit 4kg Barracuda und Kalamari wieder heraus. Dann hiess es auch schon Abschied nehmen und die letzten 100km bis Ressano Garcia and die Grenze fahren. Auf Mosambik Seite hatten wir keine Probleme - die fingen erst in SA an...


Km total / Diesel total 1597km /268 Liter
Dieselpreis pro Liter 31,40 - 34,50 MT - USD 0,85 -
0,93
Reisetage 14
Unterkunft bushcamp moeglich, 6-12 USD
Wechselkurs 1 USD - 36,90 MT
Einreisegebuehren 33 USD (9 p.p. visa, 15 car
insurance)
Reparaturen -

(c) by Andrea Kaucka and Rene Bauer. All rights reserved 2007-2010

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