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BOTSWANA
Sonntag 6. Juni - Freitag 11. Juni 2010
Wie schon geschrieben, hatten wir unser Carnet in Twee Rivieren abstempeln lassen, gluecklicherweise ein kleiner Grenzuebergang. Wir hatten uns ausserdem eine permit geholt fuer den botswanischen Teil des Parkes, der um einiges "wilder" ist, als der suedafrikanische. Da wir beim Loewenbeobachten nicht auf die Uhr schauten, und noch mit Willem und Thia, 2 Suedafrikanern, geredet hatten, brachen wir dann mittag unser Camp in Nossob ab und begaben uns auf die 200km lange Sandpiste bis Mabuasehube, dem botswanischen Teil. Die Landschaft war herrlich - ueberwachsene Sandduenen mit Akazien und Buschwerk, auch die Tiere schienen weniger an Autos gewoehnt, Oryx und Springbok nahen Reissaus, wenn sie das Auto hoerten. Wir trafen nur insgesamt 3 Autos, eines von ihnen ein weisser Landcruiser mit einer alleinreisenden, 67 Jahre alten Italienerin. Wir waren verbluefft und zogen den Hut! Ihr Name ist Giuliana und ihre Website ist www.voporlomundo.com Wir kamen noch durch einige Salzpfannen und gegen abend erreichten wir das Tor. Da es spaet war, campten wir dort. Hier trafen wir auf Louis,, einem suedafrikanischen Farmer mit Familie, neben denen wir unser Lager aufschlugen. Das gute an der botswanischen Seite ist, dass die Camps nicht umzaeunt sind, also alles moegliche nachts um das Zelt rennt, inklusive Loewen und Hyaenen. Leider war unsere Nacht dort ruhig. Fruehs machten wir gemuetlich Feuer und fruehstueckten - spaeter erfuhren wir von den Rangern, dass am Haupttor, ca. 50 von unserem Camp entfernt eine Horde Loewen ihr Unwesen trieben. Schluck!
Nach dem Fruehstueck gingen wir auf "Safari" und umrundeten einige der Salzpfannen vom Vortag. Wir entschieden uns, doch noch eine Nacht laenger im Park zu bleiben. Die Ranger hatten uns erzaehlt, dass es wieder moeglich sei, direkt im Park zu buchen und zu bezahlen - eine ueberraschende Neuigkeit! Mal sehen, ob das auch fuer Chobe und Moremi klappt. Mittags dann trafen wir Louis wieder und er erzaehlte uns ein bisschen ueber Geschichte und das Buschcampen, sowie das Verhalten von Loewen, Hyaenen und Elefanten. Die eine Geschichte war lustig - ein Freund von Louis war in der Central Kalahari, schlief im Bodenzelt und hatte einen Leoparden, der die ganze Nacht am Reissverschluss schnueffelte. Die naechste Nacht verbrachte besagter Freund dann im Dachzelt, wo er allerdings wieder beschnueffelt wurde. Ach, was soll's, dachte der Freund sich und schlief wieder im Bodenzelt. Da setzte sich ein Loewe auf das Zelt und er verbrachte 2 Stunden Ruecken an Ruecken mit dem Loewen, konnte durch die Zeltwand hindurch seinen stinkenden Atem riechen und blieb still liegen, bis sich der Loewe entschied, weiterzuziehen. Naja, so nah muessen wir den Tieren nun nicht kommen! Louis hatte einen jungen Leoparden gesehen und nannte uns die Stelle - als wir dort ankamen fanden wir ihn sogar, "gemuetlich" im dornigen Akazienbaum sitzend. Wir konnten ein paar schoene Photos schiessen! Das war erst unser 2. Leopard in Afrika! Diese Nacht campten wir am Rande einer Salzpfanne mit herrlichem Ausblick. Leider kamen auch diesmal nachts keine Tiere. :o(
Wir packten also und fuhren 140 km bis Hukuntsi - botswanische Autobahn, also eher Sandpiste. Zwischendrin ueberquerten einige Meerkats die Bahn und wir verbrachten eine Weile damit, sie zu beobachten und zu fotografieren. Niedlich!
Hukuntsi war unsere erste botswanische Stadt und die Preise waren schon hoeher als in SA! Wir gingen in einen Supermarkt (halbleer und deutlich unzivilisierter als SA) und kamen nicht umhin, uns Vetkoek mit Gehacktem zu kaufen - eine Art Pfannkuchen mit gebratenem). Wir tankten und verliessen die Kleinstadt. Ca. 100km hinter Hukuntsi bogen wir auf eine Nebenstrasse ab (nunja, eigentlich ist hier alles Sand oder Schotterpiste) und fuhren durch herrliche Savannenlandschaft und Salzpfannen. Nur wichen die wilden Tiere eher Kuehen und Ziegen und wir kamen an so einigen Siedlungen vorbei, eine bunte Mischung aus Backsteinhaeuschen und Lehmhuetten. Die Staemme hier sind meist San oder Bakgalagadi. Von dieser Nebenstrasse wiederum bogen wir auf einen bushtrack ab, der uns in einer Schleife zurueck zur Hauptstrasse bringen sollte, hier gab es keine Kuehe, keine enschen und nach ein paar Kilometern auch keinen track mehr! Cool! :o( Ohne Satphone wollten wir nun doch nicht mitten durch die Savanne (gerade auch, weil wir ein paar Batterieprobleme hatten!), also kehrten wir um und nahmen einen anderen track zur Hauptstrasse zurueck. Dieser fuehrte durch hiesige Grasebenen gespickt mit Kameldornbaeumen - grandiose Landschaft! Wir bushcampten unweit von Ukwe.
Als wir am naechsten Tag in Ukwe einfuhren und im Dorfladen Backpulver kauften (Louis hatte uns ein gutes, einfaches Rezept fuer Buschbrot gegeben), kamen 2 Typen daher und meinten, wir sollen fuer das campen im Ort bezahlen. Wir meinten, dass wir im Ort gar nicht campen wollen, da meinten die 2, na dann eben fuer die Strassennutzung. Wir runzelten die Stirn und verneinten. Die 2 meinten nun, sie muessen uns dem "Wildlife Trust" melden - wir fuhren zur Polizeistation und klaerten die Sache. Tatsaechlich muss man zahlen, wenn man in Dorfesnaehe campt oder im Ort Photos machen will. Da wir nichts davon vorhatten, mussten wir nicht zahlen. Netter Versuch! Wir schauten uns noch schnell den ueberteuerten Souvenirshop an, dann verliessen wir Ukwe.
Unser kurzer Besuch endete in Mamuno, um nach Namibia einzureisen. Wir hatten also nur den Suedwesten gemacht, den Rest dann, wenn wir aus Namibia wiederkommen. Bis auf den Nationalpark relativ unspektakulaer und nach SA endlich wieder ein "Zurueck in Afrika" Gefuehl. Die Strassen sind herrlich einsam und wenn sandig, dann ok, wenn Schotter mitunter recht harsch. Den Rest ueber Botswana koennt Ihr dann im 2. Teil lesen...
| Km total / Diesel total | 905 km / 150 Liter |
| Diesel pro Liter | 6,70 BWP = USD |
| Reisetage | 5 Tage |
| Unterkunft | Bushcamp oder 30Pula p.P in NP |
| Wehselkurs | 1USD = BWP |
| Einreisegebuehren | USD (visa fuer CZ) |
| Reparaturen | 0 |